Review – The Walking Dead:All Out War – Something to Fear Kickstarter Edition (inclusive Days Gone by Expansion) Wave 01 – Mantic Games

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Einleitung & Inhalt (kurz)

Oh man, was war das nun für eine lange und harte Wartezeit. Mein erster Kickstarter und dann gleich den zu meiner Lieblings Serie! Kein Wunder, dass ich so jede News von Mantic Games herbeigefiebert hatte. Auf der SPIEL2016 konnte ich bereits drei Gratis Walker in Empfang nehmen. *ARGH*

Mantic Games hat mit der Comic Lizenz von The Walking Dead einen richtig dicken Fisch an Land gezogen. Vor allem, wenn man betrachtet, wieviel Potential die Story und die Charaktere (sowie deren Entwicklung) mit sich bringen. Das schreit gleich nach MEHREREN Erweiterungen und Booster Packs.

Angekommen ist zunächst Welle 01/02 des Kickstarter Pakets „SOMETHING TO FEAR“ (https://www.kickstarter.com/projects/1744629938/the-walking-dead-all-out-war-miniatures-game?lang=de) und zwar: Das Grundspiel samt einer Menge Kickstarter Exclusive Klamotten und der ersten Erweiterung, der „Days Gone by“ Expansion, welche den Inhaltlichen Teil des „Atlanta Camps“ abdeckt, zu dem Rick hinzustößt und seine Familie wieder in die Arme schließen konnte.

Inhalt:

  • Rick Grimes
  • Carl Grimes
  • Derek
  • Patrick
  • Sandra
  • Liam
  • Dale
  • Jim
  • Allen
  • Donna
  • Shane
  • Reggie
  • Lori
  • Craig
  • Andrea
  • Amy
  • Carol
  • Sophia
  • Negan
  • Abraham
  • Michonne
  • 25 Walkers, including Walker Shane and Exclusive Walker Ronnie
  • Plastic Initiative Badge Counter
  • 4 Plastic Cars
  • 6 Plastic Barricades
  • 11 Plastic Loot Piles, including Exclusive Bag of Guns
  • Quick Start Guide
  • Rulebook
  • ‚Days Gone Bye‘ Sourcebook
  • Character Cards
  • Event Cards
  • Equipment Cards
  • Supply Cards
  • Walker Reference Card
  • 18 Custom Dice
    • 6 Red Dice
    • 2 White Dice
    • 1 Blue Die
    • 1 Black Action Die
    • 1 Yellow Panic Die
  • 2 Paper Gaming Mats
  • 1 RV
  • 4 Cars (card)
  • 6 Barricades (card)
  • 9 Supply Counters (card)
  • 1 Threat Tracker
  • 1 Kill Zone/Blast Template
  • 1 Range Ruler
  • 1 Initiative Counter
  • 10 Activation Counters
  • 10 Health Counters

Miniaturen & Spielmaterial

Die Miniaturen sind größtenteils aus einem Guss bzw. aus mehreren Teilen Hartplastik, jedoch bereits zusammengebaut. Gussgrate habe ich wenige bis keine vorgefunden und diese Wenigen ließen sich schnell und leicht entfernen. Auch das 3D Gelände weiß zu überzeugen. Die Pappmarker sind in dicken, farbigen Karton gestanzt. Das gesamte Material wirkt insgesamt sehr hochwertig.

Die Box beinhaltet vorgefertigte Fächer für jede mitgelieferte Miniaturen, und den Spielmaterialien, wodurch ein Transportproblem gar nicht erst aufkommt. Man kann das komplette Spiel in dem gut sortierten Karton mit zum Spieleabend nehmen.

„There are Rules!“

 

NOISE und MAYHEM

Manchmal ist es einfach besser ruhig zu sein!

Das Schlüsselkonzept bei TDW:AOW basiert auf NOISE (Lärm)  und MAYHEM (Chaos). Während die Bewegungsart Rennen (Run) oder manche Waffenarten NOISE erzeugen und den nächsten Walker zur „NOISE-Quelle“ locken, ziehen u.a Schusswaffen mit der Eigenschaft MAYHEM ALLE Walker in der unmittelbaren Nähe von 10“ an. Das kann schon einmal echt unangenehm werden.

Dies kann allerdings im Spiel auch ein taktisch sehr wichtiges Element werden, um Walker von einem wichtigen Charakter abzuziehen oder auf einen Feind zu hetzen. Näheres dann in unseren BatReps.

Dabei nicht zu verachten. MAYHEM erhöht den Spiel- und Eventrelevanten Threat Level. Bei einem Level von 18 ist das Spiel vorbei. In entscheidenden Phasen, kann so ein Schuss also auch quasi zu einem „Schlusspfiff“ werden (Wenn der Schuss den Wert von 17 auf 18 erhöht)

THREAT und PANIC

Lautstärke und Nahkämpfe erhöhen den sogenannten Threat (Bedrohungs) Level. Erreicht dieser den Wert von 18 ist das Spiel zu Ende. Der Threat Tracker ist unterteilt in4 Bereiche („All quiet“, „Low“, „Medium“ und „High“), welche wiederum aus insgesamt 18 Feldern bestehen. Je höher die Bedrohung, desto eher verfallen nervenschwächere Charaktere in Panik, rennen deshalb weg, oder machen unkluge Aktionen. Nur die Nervenstärksten wie u.a. Rick Grimes können noch mit klarem Kopf agieren.

Die PHASEN

Wie in so ziemlich jedem TableTop gibt es auch in TWD:AOW Phasen, in denen man bestimmte spielrelevante Dinge abhandeln kann:

  1. ACTION PHASE

In der ACTION PHASE können wir – der Initiativ-Reihenfolge entsprechend – unsere Charaktere agieren lassen und dabei unterschiedliche (aber nicht mehrmals dieselben) Aktionen verwenden. Diese reichen von Laufen über Schießen, Suchen bis hin zu u.a. Items tauschen (Aus dem Rucksack in die Hand und anders herum, oder mit dem Partner). Wir können uns unter anderem weiter, aber dafür lauter bewegen (8 Zoll), wodurch wir eventuell die Aufmerksamkeit EINES Walkers auf uns ziehen; oder wir schleichen lediglich 4 Zoll, um SICHER und vor allem LEISE ans Ziel zu gelangen. Was uns aber letztendlich nichts bringt, wenn die „Flachzange“ hinter uns sich dazu entschließt, mit der Knarre um sich zu ballern, denn dann kommen die Walker doch deine Richtung *URGH*

  1. EVENT PHASE

Jetzt rücken uns die Walker wohlmöglich auf die Pelle. Nachdem wir kontrolliert haben, ob wir in der Walker-Killzone stecken, werden dementsprechend die Walker in den Nahkampf bewegt und danach geschaut, was noch so tolles passiert.

Das steht wiederum auf den EVENT CARDS und kann unterschiedlichste Auswirkungen auf den Spielverlauf haben: Kommen neue Walker? Bewegen Sie sich? Geht die Alarm Anlage eines Autos an?….

  1. MELEE PHASE

Zu Beginn wird der Threat Level erhöht sofern es Nahkämpfe derzeit gibt. Nun werden die Nahkämpfe ausgetragen. Dabei können wir gegen Walker only, Walker und Gegnerischer Survivor Trupp oder zusammen mit Walkern gegen den Gegner agieren. Die multiplen Nahkämpfe, sowie das Schadenssystem, sind sauber und simpel gelöst. Die unterschiedlichen Würfel (Weiß, Rot und Blau) haben unterschiedliche Anzahl an Erfolgen, Leerseiten und Headshots auf den Seiten. Gewinner ist am Ende derjenige mit den meisten Erfolgen.

Der Gegner wird zurückgestoßen, Walker fallen um oder werden beim Headshot aus dem Spiel entfernt. Unterlegene gegnerische Survivor erleiden lediglich mehr Schaden beim Headshot-Symbol oder werden aus dem Spiel entfernt, sofern der letzte Lebenspunkt per Headshot wegradiert wird. Also kein neuer Walker J

  1. END PHASE

Hier stehen PRONE Walker wieder auf, Bisse von WALKERN werden auf Infektionen untersucht und alle weiteren in der END PHASE relevanten Aktionen u.a. von Waffen oder Eigenschaften werden abgehandelt. Mit der Übergabe der Initiative für die nächste Runde an den Kontrahenten endet die aktuelle.

Survivor Groups

In diesem Kapitel wird erklärt, wie wir unsere Survivor Groups zusammenstellen und worauf wir dabei achten müssen. Welche Charaktertypen gibt es und was zeichnet den Anführer der Truppe aus.

Szenarios

Der beigelegte Quickstart Guide gibt uns einen genialen Crashkurs in das Gameplay. Zwei Tutorial  erklären uns detailliert die einzelnen Phasen und Aktionen. Dabei sind Aktionen vorgegeben um u.a. die Unterschiede zwischen Sneak und Run darzustellen.

Das zweite Tutorial ist bereits eine kleine Partie in der das Schießen und Hold your Nerve eingeführt werden. Hold your Nerve ist u.a. eine der vorhandenen Aktionen. Mit ihr können unsere Charaktere den Threat Level senken und somit das Spiel in die Länge ziehen und Charaktere vor Panik Attacken bewahren.

Im Regelbuch geht es dann um das einzige mitgelieferte Szenario „The Walking Dead“ und die einzelnen Bestandteile der Spielfläche.

Bis 300 Punkte spielen wir auf Küchentisch freundlichen 20×20 Zoll, ab 300 verdoppelt sich die Größe auf 20×40 Zoll (Passt auch noch auf den Küchentisch). Alles in allem ein recht überschaubarer Spieltisch.

Im Grundspiel ist „lediglich“ ein Szenario vorgegeben. Das „Simple“ suchen nach Vorräten. Allerdings gepaart mit unterschiedlichen Spiel- und Spielfeldgrößen, Mannschaften sowie Gelände und Solospieler Option, bietet diese eine Szenario doch eine Menge Abwechslung.

Mit „Days gone by“ bekommen wir jedoch sofort eine narrative Kampagne, welche man entweder mit den zum Comic passenden Miniaturen, oder mit Punktgleichen Survivor gespielt werden kann. Dort werden auch direkt neue Geländestücke wie Zelte und der RV eingeführt.

Advanced Rules – Scenery

Anschließend finden wir Regeln rund um das Gelände. Wir müssen nicht die vorgegebenen Geländestücke der Szenarien verwenden, sondern können unseren Spieltisch eigenständig aufbauen und gestalten. Hierzu hat Mantic Games uns Punktewerte und Punkteempfehlungen mit auf den Weg gegeben, um das Spielfeld nicht zu überfüllen und das Spiel spielbar zu lassen. Auch hier werden mit den Erweiterungen (Farm, Prison & Woodbury bereits bekannt) weitere Geländeteile wie den „Tank“ zu dem Spiel hinzustoßen und das Spielfeld abwechslungsreicher machen. So sind für einen 20×20 Zoll Spieltisch 15 Geländepunkte angesetzt. Ein Haus würde bereits 5 Punkte verbrauchen, ein Auto zwei und eine Barrikade einen Punkt.

Die einzelnen Eigenschaften und der Umgang mit den Geländeteilen wird hier explizit erklärt.

Keywords

Abschließend werden einzelne Keywords, welche wir auf den Charakter und Equipment Cards finden erklärt. Auf  der letzten Seite finden wir eine Übersicht des Spielablaufs und der wichtigsten Regeln.

Days Gone by – neue Regeln

Die mitgelieferte erste Erweiterung “Days Gone by” bringt u.a. neue Regeln für Aktionen und Gelände mit. Reparieren und zerstören sind neue Aktionen, die man für die Szenarien der Erweiterung und somit erklärt werden müssen. Es gibt nun auch brennende Walker, Regeln für Dales RV, dem Campfire, Wälder und Zelte. Diese neuen Geländestücke bringen wiederum weitere Spezialregeln mit sich. Alles in allem wird dies zusammen mit Bildern auf 4 Seiten erklärt.

Days Gone by – narrative Kampagne

Die erzählerische Kampagne handelt von dem Beginn der Atlanta Gruppe und dem Konflikt zwischen Rick und Shane. Ihr handelt euch in 6 Kapiteln (Szenarios) durch die Handlung. Beginnend mit dem Besuch in der Police Station von Rick zusammen mit Morgan und Duane, bis hin zum finalen Aufeinandertreffen zwischen Rick und Shane.

Ihr könnt dabei die vorgegebenen und passenden Charaktere verwenden, oder aber Punktgleiche andere Survivor auswählen.

Days Gone by – Custom Survivors

Ein Baukasten zum Überlebenden bauen folgt im Anschluss an die Kampagne, so dass ihr euch selbst oder u.a. Charaktere aus der TV Serie (wie Daryl) gebalanced ins Spiel mit einbringen könnt. Gebalanced bedeutet hier, dass bestimmte Würfel und Fähigkeiten an einen Punktewert gekoppelt sind. Knallharte Charaktere kosten am Ende also auch entsprechend viel. Dazu bietet Mantic Games sogar eine kostenlose Character Card Vorlage zum Download auf der eigenen Website an. Zudem werden Spezial Regeln und Anführer Fähigkeiten mit Punktwerten angeboten. Ein Survivor Baukasten also.

Fazit

Ich als großer Fan der Walking Dead Reihe habe mich wahnsinnig auf die Box und das Game gefreut. Wie wahnsinnig habe ich jede News aufgesogen. Das führte sogar soweit, dass Freunde mir die Box sogar bis nach Hause brachten, damit ich endlich Ruhe gab 😉

Ich bin begeistert von der Qualität des gesamten Produktes. Das Spielprinzip ist ebenfalls geglückt, was sich bereits bei den Beta-Tests mit den Beta Regeln abgezeichnet hat.

Da ich von ungeduldiger Natur bin, macht es mich gerade zu wahnsinnig, noch nicht auf alle vorhandenen Charaktere zurückgreifen zu können wie z.B. Glenn, Maggie und Tyreese, aber die Welle 02 ist ja für ca. Januar 2017 angekündigt.

Dann wären die Ereignisse bis Woodburry und dem Gouverneur abgedeckt. Die Comic Leser sowie die TV Serien Verfolger wissen, dass es noch eine Menge Stuff zu dem Spiel geben wird, denn nach Woodburry kommt ja noch einiges….

Es war eine gute Entscheidung sich am Kickstarter zu beteiligen, zumal man neben den exklusiven Miniaturen auch noch 3D Cars, Barricades und Loot Marker bekommen hat.

Ich freue mich schon auf die ersten Video BatReps, Blog Beiträge und auf eure Kommentare.

Mehr gibt es spätestens nach der nächsten Lieferung 😉

SicRat

Über den Autor SicRat

Gründer / Admin von www.tablepott.de und des Blogs. Redakteur und Hobbyist. Systeme: | Freebooters Fate Mannschaften: Bruderschaft, OLHG, Piraten | | X-Wing: Rebellen, Imperium, Scum | Age of Sigmar: Khorne Bloodbound | WH40k: Death Guard | The Walking Dead: All Out War

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2 Gedanken zu „Review – The Walking Dead:All Out War – Something to Fear Kickstarter Edition (inclusive Days Gone by Expansion) Wave 01 – Mantic Games

  • 27. November 2016 um 11:53
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    Moinsen

    Also ich bin nun wirklich kein Fan des Untote-Hypes, insgesamt hört sich der Bericht aber so an als wenn es ein nettes Bier & Brezel-Spiel sein könnte. Vor allem wegen der kompakten Spielfeldabmaße.
    Mir fehlen allerdings noch folgende Angaben:
    1. Was kostet der ‚Spaß‘ ungefähr?
    2. Wie lange dauern Spiele? Was natürlich größenabhängig ist, klar.
    3. Wie oft können die beiliegenden Szenarien gespielt werden, bevor die Spieler nach neuem verlangen weil man nun alles ‚kennt‘?

    MGP

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    • SicRat
      27. November 2016 um 13:53
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      1. Das wird sich noch herausstellen… habe 200e für die Kickstarter Variante mit Expansions gelatzt. Was Mantic da generell für haben wird, weiß ich noch nicht 100%
      2. ist echt größenabhängig… kannst aber zwischen 30-120min einplanen für Spiele unter 300 Punkte
      3. Typenabhängig. Kann das eine Szenario mit unterschiedlichen Mannschaften mehrmals zocken auf unterschiedlichem Gelände… ist wie bei Freebooters glaub ich.

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