TREND: Auf die Größe kommt es an! TableTop auf dem Küchentisch oder doch eine riesige Schlachtplatte?

Spielt ihr lieber auf 6×4 großen, mit Gelände vollgestellten imposanten Spieltischen, oder doch lieber etwas abgespeckter auf dem Küchentisch? Seid ihr es Leid Stunden mit dem Auf- und Abbau des Spieltisches und Geländes zu verbringen und seid umgestiegen auf „Out of the Box“ bzw. schlankere Systeme, oder habt ihr gar einen fest installierten großen Spieltisch und ausreichend Stauraum für eurer Gelände?

In diesem Artikel gehe ich auf den derzeitigen Trend im TableTop Bereich sowie auf die Vor- und Nachteile von pompösen Spieltischen und sogenannten „Out oft he Box“ Systemen ein.

Der Ursprung

Wie komme ich überhaupt auf das Thema? Ganz einfach: Bei mir gab es intern eine große Umstellung an Spielsystemen u.a. aufgrund der Spielfeldgröße und dessen Lagerung.

Wer meinen Blog seit längerem verfolgt, der wird meine Systemwechsel mitbekommen haben. In der letzten Zeit waren aber nicht die fehlenden Mitspieler oder der fehlende Support des Herstellers der primäre Beweggrund, sondern schlichtweg die Größe des Spielfeldes.

Eigene Erfahrungen – Zeit, Platz, Geld

Ich habe schon einige Systeme auf großen Spielfeldern gespielt: Von Warhammer Fantasy über Warhammer 40k, Age of Sigmar, Star Wars Legion und auch Middle Earth, welches ich ja vor gar nicht allzu langer Zeit erst begonnen hatte. *shame*

Nun habe ich mich von allen Systemen getrennt, aber warum?

Die Trennung

Alle Systeme haben eines gleich: Sie werden auf großen Spielfeldern mit Sicht blockierendem Gelände gespielt und passen von Haus aus nicht auf einen Norm großen Küchentisch. Dies hat zur Folge, dass man sich entweder einen Spieltisch baut oder eine Kombination aus Platten und Spielmatten verwendet.

Ich hatte schon oft überlegt einen eigenen Spieltisch zu bauen, wie es derzeit auch einige Spieltisch Anbieter (Kraken) bewerben: Ein Einlass in der Mitte für die Matte und das Gelände und eine Tischplatte oder Platten zur Abdeckung, wenn das Mittagessen auf den Tisch soll. Dazu am besten noch Getränkehalter, Würfelablage etc. Ja das mag alles toll und genial sein, aber der Tisch dürfte allein durch die 6×4 große Spielfläche enorm mächtig daherkommen und viel Platz beanspruchen, den nicht alle zu Hause haben werden. Zudem sind meine Schreiner/Tischler Fähigkeiten arg… unterentwickelt 😉

Also hatte ich mich auf eine Spielmatten/Tischplatten Version festgelegt. Die Tischplatten mussten allerdings auch verstaut und gelagert werden. Zudem konnte es ohne Unterlage zu einem verkratzten Küchentisch kommen (Ok, wenn du Kinder hast… auch egal).

So habe ich dann für AoS, 40k und Herr der Ringe Spiele stets den Küchentisch mit Tischplatten vergrößert, die Spielmatte draufgelegt und Gelände platziert. Zack: Küche (oder anderes Zimmer) voll!

Zudem muss man wissen, dass ich mich unter der Woche um 20 Uhr mit meinem Spielerkreis verabrede und vorher noch das „zu-Bett-gehen“ dreier Kids auf dem Plan steht. Also: mit viel Vorbereitung ist da nichts *lol*. Der Tischaufbau fällt somit in die Spielzeit.

Zudem muss der ganze Rotz nach dem Spielen auch wieder verstaut werden, damit die Familie am Folgetag ordentlich Frühstücken kann … ohne Sichtblocker…

Ok, das entfällt bei allen die z.B. ein eigenes Hobbyzimmer, keine Kinder und eine tolerante oder gar keine Freundin/Frau/Mann haben.

Umdenken

Die Spielfeldgröße und das Ausmaß an Gelände waren u.a. ein wichtiger Faktor für das Abstoßen der Systeme, aber auch der schnelle Release Wechsel und die Errata Flut haben mich u.a. von Age of Sigmar aber vor allem von Warhammer 40k weggetrieben.

Middle Earth ist von den Regeln her ein fantastisches Spiel. Ich habe es gerne gespielt, allerdings war es dann auch aus Platzgründen nicht mehr tragbar, zumal sich der enge Spielerkreis auch nicht mehr auf Middle Earth konzentriert hat. *shame*

Also habe ich mich von diesen Systemen, Gelände und den Tischplatten getrennt und bin nun komplett auf kleine schnelle Systeme umgestiegen.

Meine Küchentisch-Systeme

Ja ok, was spiel ich denn aktuell eigentlich? Unter anderem spielen wir in unserer Spielergruppe sehr oft Warhammer Underworlds. Eine Mischung aus Brett-, Karten-, und TableTop Spiel. Ideal um mehrere Partien an einem Abend zu spielen und durch den geringen Platzbedarf, können wir auch zu sechst oder acht bei mir abends problemlos spielen (Man stelle sich vor wir würden mit sechs Mann drei Warhammer 40k Spiele am Abend bestreiten Uiuiuiuiuiui)

Weiterhin der Renner ist ja Freebooter’s Fate, welches durch meine arg gewünschte Spielfeldverkleinerung auf 90×90 nun auch keine Tischplatten mehr benötigt und schnell auf- und abgebaut ist. *YES*

Mantics The Walking Dead Spiel All Out War wurde durch Call to Arms zum richtigen Skirmisher und das Spielfeld hat sich verdoppelt….. ist trotzdem noch Mega handlich und es passen mehrere parallele Partien auf den Küchentisch!

Dreadball, das futuristische Football Brettspiel benötigt echt fast gar keinen Platz.

Auch das schöne Spiel Carnevale aus dem Hause TTCombat besticht durch eine geringe Spielfläche von 3×3 bzw 90x90cm

Und zu guter Letzt, habe ich mich dann durch den Verkauf von Middle Earth, an Warcry herangetraut. Warum? Das erkläre ich euch mal in einem anderen Blog. Aber die Spielfeldgröße, der hürdenlose Einstieg sowie die geilen Miniaturen und das Regelsystem ….ähm… ach jetzt hab ich es doch verraten *lol*. Und es ist ein System an dem meine Kids Interesse haben und es auch regeltechnisch bewältigen können.

Zudem brauche ich bei all den genannten Systemen zum Spielen recht wenig Modelle, was weniger Kosten und weniger Bemalfrust bedeuten kann (auch hier kann man es immer übertreiben). Und durch meine Anschaffungen von mindestens 2 Fraktionen ist mein Spielerkreis nicht darauf angewiesen in das System einzusteigen, sondern kann es ganz einfach bei mir solange spielen und austesten bis der Funke doch übergeschlagen ist 😉

Der Trend

Es gibt schon einige Beiträge ich schriftlicher und auch in Videoform bezüglich des Trends zu kleinen schnellen Skirmish Systemen diverser Hersteller sowie den Trend zu Püppchenlastigen Brettspielen. Neue Systeme oder neue Editionen und gar Nebensysteme zielen mehr auf den schnellen Spaß und weniger auf das große, epische andauernde Szenario von u.a. gigantischen Warhammer 40.000 Schlachten.

Nicht falsch verstehen: Gerade die großen Systeme wie Warhammer 40.000 und Age Of Sigmar, aber auch Systeme wie Star Wars Legion von Fantasyflight Games oder auch Kings of War von Mantic; das sind alles Systeme die weiterhin eine große Spielerschaft und Turnierszene haben. Dennoch kann man den Trend nicht abstreiten

Eure Meinungen

Nun genug geschwafelt. Mich würde interessieren, wie es bei euch so ausschaut! Steht ihr vor selbigem Problem, oder greift ihr gar auf Räumlichkeiten und Gelände eures Clubs zu? Oder habt ihr gar den TableTop Palast?

 

SicRat

Gründer / Admin von www.tablepott.de und des Blogs. Redakteur und Hobbyist. Systeme: | Freebooters Fate Mannschaften: Bruderschaft, Piraten, OLHG | Dreadball: Draconis All-Stars, Ninth Moon Tree Sharks, Nemion Oceanics | Warcry: Iron Golems, Untamed Beasts, Corvus Cabal | The Walking Dead: All Out War | Warhammer Underworlds: Alles | Carnevale: Guild, Rashaar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere die Datenschutzhinweise

zwanzig + vierzehn =